Der Beiname dieser Messe verdankt sich der eigenständig-solistischen Präsenz des Orgelinstruments während des “Benedictus”-Abschnittes. Damit steht KV 259 in einer bis in die 1730er Jahre zurückreichende Tradition, die sich durch Komponistennamen vor allem aus dem Wiener Raum, wie Georg Reuter, Joseph Haydn, Karl Ditters von Dittersdorf oder Johann Baptist Vanhal belegen lässt.
Eine Besonderheit der “Missa in C” ist die zyklische Anlage, ein Kompositionsprinzip, das Mozart innerhalb seines Messenschaffens in dieser Messe zum ersten Mal anwendet. Im “Agnus Dei” greift er auf die Motivik des “Kyrie” zurück und verleiht so der Messe musikalische Geschlossenheit. Eine weitere Besonderheit ist der volkstümliche Charakter des Werks. Er zeigt sich sowohl […]




